ISUV-Podcast: Folge 40 | Wir trennen uns - wie sagen wir es unserem Kind?
Shownotes
Auf unserer Website finden Sie viele hilfreiche Informationen zu den Themen Trennung, Scheidung und Unterhalt:
Transkript anzeigen
00:00:02: Der Ease of Podcast.
00:00:04: Wir gehen bei Trennung und Scheidung an Ihrer Seite!
00:00:11: Man kann nicht nicht kommunizieren, das wusste schon Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawig ebenso dass unsere Kommunikation so komplex und stöhranfällig ist, dass wir uns eher missverstehen als verstehen.
00:00:23: Kommt dann noch eine Trennung und oder Scheidungen dazu?
00:00:27: Ist Kommunikion nochmal eine ganz andere Hausnummer?
00:00:30: auch und gerade mit Trenningskindeln Wie sagt man es am besten, dass die Eltern getrennte Wege gehen?
00:00:37: Wann ist der richtige Zeitpunkt?
00:00:39: Was darf ich über den anderen Elternteil mitteilen und was ist denn absolutes No-Go.
00:00:44: wann ist die Grenze erreicht wenn es darum geht den Ex-Partner schlecht zu reden und wann rutscht man im Gespräch und Verhalten mit seinem Kind in eine Parentifizierung ab?
00:00:55: all das wird heute Thema sein im isof podcast.
00:00:57: herzlich willkommen zu dieser Folge Ute Steffens aus Nordstrand.
00:01:02: Sie ist Erziehungswissenschaftlerin, Autoren und Expertin für die psychische Situation von Trennungskinnen sowie für Kinder in Krisen.
00:01:11: Schön dass sie wieder mit dabei sind Frau Steffes.
00:01:13: ich freue mich sie zu sehen und zu hören.
00:01:14: Hallo Frau Stavitz.
00:01:16: Ich freu mich sehr sie zusehen.
00:01:18: Frau Steffen unser Thema heute Kommunikation mit Kindern bei Trennung und oder Scheidung.
00:01:24: das ist ein Punkt der viele Eltern umtreibt und bei dem es auch etliche Berührungsängste gibt.
00:01:29: Wie erkläre ich was, auf welche Art und Weise?
00:01:31: Welche Informationen sind für Kinderohren und welche eben aber auch nicht.
00:01:35: Erst mal die wichtigste Frage vorneweg – wie sage ich meinem Kind das Mama und Papa ab sofort getrennte Wege gehen?
00:01:41: Also da freuen mir ganz viele Menschen Angst!
00:01:44: Was raten
00:01:44: Sie?!
00:01:45: Das ist tatsächlich so, dass das wohl die Frage ist, die mir am häufigsten gestellt wird.
00:01:51: Und meine Antwort in der Regel ist, eure Kinder wissen doch längst, dass es zwischen euch nicht mehr rund läuft und Konflikte gibt.
00:01:59: Es hat sich bewährt diese Gespräche dann auch genauso einzuleiten.
00:02:04: Ihr habt ja sicher gemerkt, dass wir uns nicht mehr gut verstehen.
00:02:08: Das ist manchmal Streit, gibt manchmal komische Stimmung... das ist leider manchmal so bei Erwachsenen und auch bei Eltern, dass sie sich nicht mehr Gut verstehen und irgendwann auch nicht mehr lieb haben.
00:02:20: Mit Eltern und Kindern ist das was ganz anderes denn diese Liebe die kann nie aufhören!
00:02:27: Und deshalb haben wir beschlossen dass Mama oder Papa auszieht.
00:02:32: Vielleicht, wenn das so weit ist tatsächlich auch er.
00:02:36: sie hat eine Wohnung ein Haus gefunden.
00:02:39: im allerbesten Falle haben die Kinder dann auch die Kinderzimmer schon gesehen.
00:02:45: oder in diesem Gespräch wird dann vorgeschlagen Mensch da müsst ihr auch mal mitgehen Da gibt es nämlich auch Kinderzimmer für euch.
00:02:52: Und wir haben das jetzt so besprochen, weil wir glauben... Das ist das Beste für euch wenn ihr bei Mama oder bei Papa bleibt hier wohnen bleibt oder wie uns abwechseln Ihr halb und halb hier und dort wohnt je nachdem auf welches Umgangs- und Betreuungsmodell sich die Eltern geeinigt haben.
00:03:11: Ich glaube ganz wichtig als Leitsatz über diesem Gespräch ist Für Kinder ist vor allem wichtig Was?
00:03:19: Genau ändert sich für sie.
00:03:22: Und es ist eben unglaublich wichtig anhand dieses Kriteriums auch die Erwachsenen-Ebene von der, der Kinder zu
00:03:30: trennen.".
00:03:31: Ja da kommen wir vielleicht später noch mal drauf.
00:03:32: das heißt wenn ich Sie richtig verstehe Das Alter ist erst einmal relativ egal Wenn es darum geht.
00:03:39: wie sage ich's meinem Kind Die riechen den Braten sowieso ob klein oder groß Richtig?
00:03:44: So ist das Das stimmt.
00:03:46: Nun gibt es aber auch Eltern, die sind selbst noch ja in ihrer Ambivalenz gefangen gehen oder bleiben?
00:03:52: Vielleicht ist das auch so ein On-off Ding.
00:03:54: Welche Antwort ist denn schlau wenn Kinder vielleicht schneller sind und fragen Mensch Mama Papa zieht so aus?
00:04:01: was sage ich denn dann wenn ich selbst mir noch gar nicht sicher bin?
00:04:04: Die grundsätzliche Empfehlung für die Kommunikation mit Kindern is ja dass was Jasper Jul als gleichwürdig bezeichnet also authentisch kindgerecht und verantwortungsvoll aus der Elternrolle heraus.
00:04:18: Das bedeutet in diesem Fall, ja so ist das!
00:04:22: Wir wissen selbst noch nicht genau... wie es weitergeht oder je nachdem, wie der Stand der Dinge ist und es der Realität entspricht.
00:04:30: Wir sind gerade dabei uns Hilfe zu suchen.
00:04:32: vielleicht haben wir demnächst Gespräche mit einem Mann mit einer Frau die uns dabei helfen zu gucken wie wir uns möglicherweise wieder vertragen können und besser miteinander auskommen also je nach dem was grade Anliegt, also was so der Stand ist.
00:04:48: Weil ich habe das ja schon öfter gesagt Das ist tatsächlich schon die erste Phase der Trennung in der die Frage Soll ich gehen soll ich bleiben eben über allem steht.
00:04:59: naja
00:05:00: Ich glaube aber dass es halt was viele Eltern sich auch nicht trauen, selbst diese Unwissenheit zu vermitteln.
00:05:07: Du ich habe selbst noch keine Lösung wenn man in der Elternposition ist.
00:05:10: also mir geht das jedenfalls oft so dass ich denke ich müsste doch eine Lösung haben und es ist doch aber viel wie sie auch schon sagen authentische zu sagen.
00:05:17: du ich weiß es gerade noch nicht.
00:05:19: Ja die Angst dahinter ist natürlich dass vielleicht ein Kindergarten Kind sagt trennt ihr euch dann weil das ja zur Realität zur kindlichen Realität im Kindergaten in der Schule.
00:05:31: Dazu gehört, dass es ja die Hälfte aller Familien sind davon betroffen.
00:05:36: Dann ist die ehrliche Frage, weißt du?
00:05:39: Das
00:05:39: kann ich dir noch nicht so genau sagen!
00:05:41: Was ich dir aber sagen kann, ist... Dass du der Erste bist, die erste, bis sie das erfährt und sich für dich so wenig wie möglich ändert weil die Elternliebe zu ihren Kindern ist unkapputbar selbst wenn Papa und Mama nicht mehr zusammenleben wollen.
00:06:00: Nun nehmen wir mal an, diese Ambivalenz ist vielleicht schon vom Tisch.
00:06:03: Welches Setting wäre denn gut um Kindern die neue Realität wie sie dann sein wird zu vermitteln?
00:06:10: Also zusammen mit Familie allein wie auch immer.
00:06:13: Auch das werde ich oft gefragt.
00:06:14: und es besteht so die Vorstellung als sei das Geboten geradezu zwingend dass Eltern das in Harmonie und gemeinsam ihren Kindern überbringen.
00:06:28: Immer wieder stellt sich dann heraus.
00:06:30: Das kann man so allgemein nicht sagen, weil die Voraussetzungen dafür sind ganz unterschiedlich.
00:06:35: Es kommt zum Beispiel gar nicht selten vor dass ein Elternteil die Trennung überhaupt nicht akzeptiert.
00:06:42: Dass ein Elterenteil sagt, ich will das nicht?
00:06:44: Wieso soll ich das den Kindern erzählen?
00:06:47: Ich will es nicht!
00:06:48: Ich wollte das nicht!
00:06:49: Du bist doch der, diejenige, die das wollte und das ist ja dann auch nicht nur die Weigerung mit den Kindern zu kommunizieren.
00:06:57: Das wird in der Nachbarschaft, in der Familie im Freundeskreis entsprechend tabuisiert.
00:07:02: Und da muss natürlich der Elternteil für den das klar ist dass er die Tренnung will die Verantwortung übernehmen.
00:07:11: Und das bedeutet dann auch, bis ihr Kinder oder erst mal nur für sich selbst – das finde ich noch viel wichtiger – wirklich klar zu haben.
00:07:21: Die Verantwortung für eine Trennung liegt immer zu fünfzig Prozent bei beiden.
00:07:27: Jede Trennung hat ihre Vorgeschichte, jede Trennung hat ihre Vorboten.
00:07:33: Es gibt Unzufriedenheit, es gibt Verzweiflung, es geht vielleicht auseinandersetzungen und es gibt vielleicht so ein stilles trauriges Agreement das nur noch ganz wenig gemeinsam in der Familie unternommen wird und diese Signale sozusagen rechtzeitig wahrzunehmen ernst zu nehmen und damit umzugehen.
00:07:55: Die Verantwortung haben beide Seiten und es ist wenig erwachsen, auch wenn das jetzt sehr moralisch klingt.
00:08:02: Es ist überhaupt nicht moralisch gemeint, es ist wirklich nur psychologisch gemeinend also wenig reife Persönlichkeitsleistung.
00:08:12: Es is verführerisch aber es ist nicht realistisch sich dann in eine Opferrolle zu flüchten und sich womöglich vor die Kinder zustellen zu sagen Ich wollte das ja nie.
00:08:22: Das ist ja euer Papa, das ist ja eure Mama die das wollte.
00:08:26: auch das ist leider
00:08:28: Trennungsrealität.".
00:08:31: Nun isst er die Palette der Reaktionen?
00:08:34: Der Kinder relativ bunt.
00:08:36: also einige Kinder weinen andere Kinder sind vielleicht ängstlich wiederum andere wütend.
00:08:42: wie begleite ich denn diese Emotionen die auch mitunter sehr heftig sein können?
00:08:46: Ich geb den erst mal Raum und das ist, was Eltern naturgemäß unfassbar schwerfällt.
00:08:53: Weil sie haben Kinder... ich hab Kinder.
00:08:56: nichts setzt Eltern so zu wie sozusagen tatenlos zusehen zu müssen wenn ein Kind traurig ist oder leidet.
00:09:06: Also wirklich?
00:09:06: Wenn es dann die tränenreiche Reaktion ist, dass auch wirklich mal dem ein bisschen Raum zu geben, das abzuwarten Körperkontakt in Arm nehmen.
00:09:17: Da sind weniger Worte entscheidend als vielmehr die Erfahrung.
00:09:21: Mama Papa sind bei mir gerade in so einer Situation wo eine Trennung verkündet wird Die sind bei mehr.
00:09:29: also ich kann diesen Widerspruch sozusagen körperlich wahrnehmen Ich kriege körperliche mit ich mache eine Erfahrung Das ist ein Ding zwischen den Erwachsenen.
00:09:39: Also das ist bei einer traurigen Reaktion genauso häufig kommt übrigens auch vor, gerade wenn es Kinder sind.
00:09:46: Ich sag mal so im Alter von acht, neun sowas aber das ist nicht an dieses alter gebunden.
00:09:51: Das kann in jeder Altersstufe vorkommen.
00:09:53: bei kleineren Kindern dass die sagen war's das jetzt?
00:09:57: Dann kann ich herausgehen.
00:09:58: Kein weiter Fußball spielen gehen dann tschüss!
00:10:01: Weil die Kinder erstmal...ich hab' das jetzt gehört Und jetzt verstoffwechsel ich das und wenn ich dann Fragen habe, dann komme ich wieder.
00:10:08: Ich hätte jetzt gedacht es ist Verdringung?
00:10:10: Nee überhaupt nicht sondern das ist nur unheimlich.
00:10:13: im Grunde schon auch gesunde und altersgerechte Reaktionen.
00:10:17: Weil das können natürlich auch nur Kinder so reagieren die sich bei ihren Eltern grundsätzlich erst mal safe
00:10:25: fühlen.
00:10:26: Ja absolut.
00:10:29: Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
00:10:31: Das ist für Eltern total schwer weil die wollen natürlich eine Rückmeldung am liebsten wollen sie erhören.
00:10:37: ich habe es verstanden das hat nichts mit mir zu tun ihr habt mich weiterliebt und wir kriegen das schon hin und ich hab auch gar keine Angst und dass alles tutti natürlich wollen als alle Eltern gerne hören und es ist eine super Herausforderung dem jetzt mal Zeit zu geben.
00:10:52: nun ist es ja trotzdem so.
00:10:53: die gefühle der kinder sind das eine die gefülle der erwachsenen Das andere und so eine Trennung geht ja auch an Eltern nicht spurlos vorbei.
00:11:02: Wie halte ich denn die Emotionen raus im Umgang mit meinen Kindern?
00:11:06: oder wie spreche ich sie womöglich auch an?
00:11:08: Kann ich sagen, Mensch, ich bin gerade ganz schön traurig!
00:11:11: Auf jeden Fall.
00:11:13: Authentizität bei Kindern merken das ja sowieso und das wollte ich vorhin schon sagen es wird ja keine Entwicklungsphase vollständig Übersprungen und Entstresssituationen werden da auch Verhaltensmuster früher längst überwunden geglaubter Entwicklungsphasen wieder aktiviert.
00:11:31: Es ist ja so, dass selbst wir Erwachsenen noch und das erklärt sich eben aus diesem Umstand.
00:11:36: Jeder kennt es vielleicht der die berufstätig ist oder auch im Zusammenhang mit der Kehrarbeit wenn es da was weiß ich in der Kita oder wo auch immer eine Konferenz gibt, eine Besprechung gibt.
00:11:49: Ich bin ein bisschen spät dran und habe das gar nicht mitgekriegt aber es hat gerade bevor ich dazukomme wohl geknallt zwischen Teilnehmern oder Teilnehmerinnen.
00:11:59: Das ist der Moment, wo ich den Raum betrete.
00:12:00: Es ist völlig ruhig und trotzdem spüre ich ganz genau hier die Atmosphäre angespannt.
00:12:07: Und genauso muss man sich das eben auch bei Kindern vorstellen.
00:12:10: Die spüren das ja sowieso.
00:12:12: und alles was nicht... Ich sage es jetzt mal mit einem Fremdwort Was nicht kohärent, was nicht stimmig ist dass beunruhigt Kinder mehr als alles andere, weil dann sind sie wenn Sie keine Erklärung kriegen.
00:12:27: Wenn sie sich nicht mit der älterlichen Realität auch auskennen indem sie realistische Informationen von authentischen Reaktionen von den Eltern bekommen Dann sind sie sozusagen gezwungen sich diese Situation Diese inkohärente unstimmige Situation mithilfe ihrer eigenen Entwicklungsbedingten Möglichkeiten und Glaubenssätze zu erklären.
00:12:49: Und das bedeutet im Zweifelsfall, ich bin nicht liebenswert?
00:12:52: Ich bin es nicht wert dass man mit mir spricht oder ich habe Schuld und dementsprechend wichtig ist es zu sagen weißt du ich ärgere mich gerade total über Papa oder Mama oder ich bin auch irgendwie ich wollte das auch nicht.
00:13:04: Ich bin auch ganz unglücklich über die Situation, aber es geht einfach nicht mehr.
00:13:09: Es ist wirklich eine Sache, glaubt es mir zwischen Papa, Mama und mir?
00:13:15: Das passiert zwischen Erwachsenen.
00:13:17: wieder der Hinweis Kinder haben damit nichts zu tun sie haben daran keine Schuld.
00:13:21: Und das ändert auch nichts an der Liebe von uns Eltern zu euch Kindern.
00:13:25: es ändert nur was zwischen uns Eltern.
00:13:29: Nun sagten Sie gerade es gibt Momente wo auch Eltern zwitschen, also zurückfallen ins Kind ich.
00:13:36: Nun gibt es aber auch Eltern die verlassen die Elternrolle nicht nur für einen Moment oder für fünf Minuten sondern dann eben für eine längere Zeit und machen ihr Kind zum Beispiel auch zu einem verbündeten Freund oder auch Berater.
00:13:48: Was hat das damit auf sich?
00:13:49: Vielleicht können Sie mal ein konkretes Beispiel bringen.
00:13:51: Ja deswegen rate ich zb in diesen Situationen die wir eben besprochen haben bestimmte dramatische Vokabeln und Begriffe zu vermeiden.
00:14:00: Also lieber zu sagen Ich ärgere mich oder ich finde es auch nicht gut.
00:14:05: Oder mir macht das auch zu schaffen, als wirklich so ein Reizbegriff wie euch bin so traurig zu benutzen?
00:14:13: Weil Kinder haben ja einen aus meiner Sicht und aus meiner Beobachtung auch die Fähigkeit zur unglaublicher Empathie und aus diesem Verantwortungsgefühl heraus, aus diesem Missverständnis, diesem Entwicklungsbedingten-Missverständnis verantwortlich zu sein.
00:14:31: da ist es oft Nur ein mini kleiner Mauseschritt, sich von diesem Verantwortungsgedanken, vom Schuldgefühl leiten zu lassen in Verbindung mit dieser kindlichen Empathie und sich dann zum Tröster der Eltern zu machen.
00:14:46: Dann wird ausgelotet
00:14:48: z.B.,
00:14:49: wenn sich einer oder eine sehr... in der Opferrolle sieht und das auch immer wieder dem Kind gegenüber zum Ausdruck bringt, dann ergreifen Kinder in ihrer Verzweiflung weil sie ja eigentlich keinen Loyalitätskonflikt haben wollen.
00:15:03: Weil er sich ja überfordert und weil sie auch niemanden verlieren wollen.
00:15:07: Dann ergreiffen Sie oft in Ihrer Verzwiflung Partei für den vermeintlich Schwächeren Was ja schon, auch wenn das jetzt provokativ ist.
00:15:16: Wenn ich das sage, es ist vielleicht in der Situation eine Überforderung beim Erwachsenen.
00:15:21: klar ist aber dass es manipulativ ist und dass das Kinder nicht gut tut.
00:15:27: Und wir können wirklich... Wir sind Menschen!
00:15:29: Wir sind nicht perfekt.
00:15:30: natürlich machen wir Fehler.
00:15:32: Es gibt keine Fehler, die sich nicht auch korrigieren lassen.
00:15:35: Aber bei der Parentifizierung so nennt man das nämlich diese Rollenumkehr, dass plötzlich Kinder anfangen, die Verantwortung für ihre Eltern zu übernehmen.
00:15:45: Da sage ich mit aller Deutlichkeit, Parentifozierung ist immer pathologisch.
00:15:51: Es hat immer weitreichende schlimme Auswirkungen auf die gesunde kindliche Entwicklung.
00:15:57: also da wirklich Vorsicht
00:15:59: und natürlich auch Folgen im Erwachsenenalte Ja,
00:16:01: natürlich.
00:16:02: Ich würde auch immer raten wenn der Verdacht besteht bei einem Elternteil da wird mein Kind beim anderen einfach zu weit reingezogen und er hat vielleicht auch gerade aufgrund seiner Lebenskrise weil eine Trennung ist in meiner Lebenskriise für die Beteiligten Erwachsenen hat ja einfach nicht den Überblick.
00:16:22: Da kann ich dann wirklich nur empfehlen professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.
00:16:28: Also wer da wirklich richtig gut und qualifiziert ist, sind in der Regel die Erziehungsberatungsstellen weil sie damit unheimlich viel Erfahrung haben und da lässt sich manchmal mit deren Unterstützung auch wenn man keinen Einfluss sozusagen auf den verantwortlichen Elternteil hat, lässt sich da auf der eigenen Spielfeldhälfte wie ich das immer nenne doch schon einiges korrigieren.
00:16:52: Wenn sich einen Punkt ändert dann ändert es sich automatisch auf der anderen Seite auch was.
00:16:57: Nun gibt es ja auch Fälle... in denen ein Elternteil den anderen wirklich schlecht macht.
00:17:02: Aber vielleicht müssen wir das erst mal definieren, was heißt denn Schlechtmachen aus ihrer Sicht?
00:17:07: Also das ist immer so eine gängige Phrase ne du darfst nicht schlecht über den anderen reden aber was heißen das überhaupt?
00:17:13: Vielleicht können wir das mal auseinander zohren.
00:17:16: also alles was ich unter schlechten machen verstehe verletzt die Wurzeln der Identität beim Kind Wenn jetzt ständig mit Kindern in ganz drastischen oder gar obsönen Schimpfworten geredet wird, gesprochen wird.
00:17:31: Und das ist natürlich eine Beleidigung.
00:17:33: also schlecht sprechen über den anderen heißt den anderen beleidigen und da sollte man sich dann im Klaren darüber sein dass das Kinder in Loyalitätskonflikte stürzt und dass es eine unheimliche Kränkung für die Kinder ist weil beide Eltern egal wie sie sind stellen die Wurzeln der kindlichen Identität dar Und selbst ich sage es jetzt mal, weiß ich nicht, kriminelle Eltern die vielleicht inhaftiert sind und kein gutes moralisches Vorbild in der Sache für die sie da verurteilt sind.
00:18:03: Sind ja niemals ihre Verbrechen- und Krankeeltern auch Suchtkrankeältern.
00:18:09: Sind niemals Ihre Krankheit?
00:18:11: Findet diesen Satz so gut von einem Pubert ... tierenden Kind, ich weiß nicht.
00:18:15: der war glaube ich siebzehn oder so.
00:18:16: Der sagte Ich hasse das wenn mein Vater dringt und ich liebe meinen Vater.
00:18:22: also ich hasse diese Krankheit aber ich liebe mein vater Und diesen Bereich einfach zu respektieren ist ganz ganz wichtig natürlich für Kinder.
00:18:32: auf der anderen Seite gibt es Einfach menschliche Eigenschaften.
00:18:36: Also wir sind unterschiedliche Typen Wir sind unterschiedlich gestrickt.
00:18:40: da gibt zum Beispiel den Pingel liegen, dann gibt's den Kaoten.
00:18:44: Dann gibts denen der immer zu spät kommen.
00:18:46: Dann gibt es vielleicht die, die alles auf die Goldwaage legt was man sagt.
00:18:50: Das ist einfach so.
00:18:51: das gehört zu uns als Persönlichkeit dazu.
00:18:55: da können wir uns auf dem Kopf stellen in einen Ohren wackeln.
00:18:57: das wird auch nicht anders und die Eltern werden kriegen wir das auch nicht los irgendwie.
00:19:02: dass verfolgt uns.
00:19:04: Und wenn das ein Kind betrifft Wenn ein Kind getroffen ist von einer dieser Eigenschaften zum Beispiel Mama oder Papa gehören zu unpünktlichen Spezies.
00:19:15: Dann wartet das Kind vielleicht mal eine halbe Stunde und ist schon gar gekocht, bis dann Vater oder Mutter wirklich kommen um es abzuholen.
00:19:24: Und dann ist es doch kein schlecht darüber reden wenn der andere Elternteil sagt er das miterlebt.
00:19:30: Du kennst das Mama-Papa?
00:19:31: Das ist eben so die ist unpünktlich.
00:19:34: was dann passiert?
00:19:36: das Kind hat realistisch begründeten Ärger vielleicht oder auf seine Enttäuschung und es muss nicht in die Falle tappen, sind meine negativen Gefühle mit Blick auf dieses Elternteil.
00:19:48: Mit Blick auf diese Verhaltensweise.
00:19:51: Sind sie vielleicht gar nicht berechtigt?
00:19:53: Darf ich gar nicht bösewütend sein, enttäuscht sein?
00:19:56: Doch darf es!
00:19:57: Das hat ja auch zur Folge.
00:19:59: also ich sage immer ist unglaublich wichtig.
00:20:02: das Wichtigste von allem ist dass Kinder Trennungskinder dass Recht und den Freiraum bekommen, sich ein realistisches Bild von ihren Eltern zu machen.
00:20:15: Und dazu gehört eben auch – das weiß ich, Mama ist eine alte Schuhwildtante da und Papa ist vielleicht unpünktlich!
00:20:22: Das hat überhaupt nichts damit zu tun... dass man sich gegenseitig schlecht macht.
00:20:27: Meine Tochter sagt immer, du hast die Ordnung nicht erfunden aber ich hab dich trotzdem lieb.
00:20:33: Mein Chini ist ordentlicher als ich, aber nun ist es so.
00:20:36: Letzte Frage Frau Steffens was ist wenn ich merke Mensch des Roggelt und Schoggelt?
00:20:41: aber in der Kommunikation und irgendwie kommen wir überhaupt nicht zueinander?
00:20:44: Und es gibt immer wieder Missverständnisse oder wir drehen die was weiß ich dräufte Schleife.
00:20:49: Inwiefern ist ein Gespräch ja ich sag mal mit der ganzen Familie sinnvoll im Sinne von Wie wollen wir zukünftig miteinander umgehen?
00:20:57: Jetzt sage ich Ihnen mal was, was ich auch ganz oft den Eltern sage.
00:21:01: Wenn Sie das könnten als Trennungsfamilie dann hätten sie sich doch nicht getrennt!
00:21:06: Oh ja, Sie haben Recht!
00:21:09: Und trotzdem ist es so dass die erste rosarote Wolke sag' ich immer im Leben von... Eltern ist, wir sind jetzt die heile Familie.
00:21:18: Wir schaffen das bei uns immer Harmonie in Tüten.
00:21:21: Wir haben nie Konflikte und wir schaukeln uns so richtig gruben und so richtig schon ein auf der rosa roten Wolke und schweben dahin bis zu unserem Lebensende.
00:21:30: Und wenn wir Glück haben erleben wir noch unsere Ohrenkel auch und es einfach nur Harmonien töten.
00:21:36: Die zweite rote Wolke, wenn man sich von der unter Schmerzen von den ersten verabschiedet hat und das mit der Trennung besiegelt sozusagen ist wir bleiben Eltern.
00:21:48: Wir bleiben Familie nach der Trenchung.
00:21:51: da müssen wir doch mal gucken eine Trennungen macht aus einem Partner nicht plötzlich einen besseren Menschen oder einen anderen Menschen, mit dem plötzlich ... also Trennung hat ja ganz viel damit zu tun dass wir nicht kommunizieren können miteinander.
00:22:05: Ganz oft höre ich so den Satz Ich hab das Gefühl wenn ich mit ihm spreche der spricht japanisch und ich verstehe kein Wort Er versteht mich nicht.
00:22:13: Wir sprechen unter unterschiedlichen Sprachen Und wie realistisch ist es dann bitte schön sich womöglich noch schön in so ein Setting mit einem Sprechstein?
00:22:21: Und jetzt haben... Na jetzt nochmal finden wir eine gute Lösung und so eine richtig tolle vorbildliche Kommunikation.
00:22:28: Das ist absurd, das ist in den allermeisten Fällen unrealistisch.
00:22:33: Es gibt Familien die in ihrer Entwicklung soweit fortgeschritten sind.
00:22:39: dass es klappt will ich gar nicht abstreiten braucht seine Zeit ist ein Prozess Und wir werden immer wieder auch an Punkten dieses Prozesses stehen wo das einfach absurd gut unrealistisch ist.
00:22:55: Das heißt, die schwierigste Lektion im Leben von Trennungseltern ist
00:23:01: ich
00:23:01: kann den anderen nicht ändern.
00:23:05: Ändern kann ich nur mich selbst und ich bringe das immer auf diese Formel.
00:23:09: Ich kann nur dafür sorgen meine Spielfeldhälfte
00:23:14: sauberzuhalten.".
00:23:15: Das ist ein gutes Schlusswort und macht glaube ich auch einen Stück Wald Mut für alle die denken Mensch Hört das denn nie auf mit dem Krawall oder der Kommunikation, die hin und wieder schiefläuft?
00:23:26: Wir sind am Ende Menschen.
00:23:27: Und sie haben ganz recht nur wir haben uns selbst in der Hand.
00:23:30: Das ist aber eine ganze Menge wiederum unser eigenes Beinhalten.
00:23:34: Ja.
00:23:35: Lieben Dank Ute Steffens, dass Sie wieder dabei waren und uns ganz viele Impulse und wichtige Ratschläge und Informationen mit an die Hand gegeben haben.
00:23:44: Danke schön!
00:23:44: Vielen Dank liebe Frau Stavitz.
00:23:46: Ein Podcast und ein Interview ist immer noch so gut wie Die Fragenstellerin.
00:23:53: Vielen Dank für das anregende Gespräch und ich freue mich aufs nächste.
00:23:57: Wie schön, danke!
00:23:59: Und die nächste Folge mit Erziehungswissenschaftlerin, Autorinnen und Experten für die psychische Situation von Trennungskindeln Ute Steffens wird es dann im Dezember geben?
00:24:09: Dann ist sie wieder zu Gast und wir sprechen über ein heikles Thema was in Prinzip alle Trennungsfamilien betrifft Weihnachten.
00:24:18: Wie gelingt es, dass es keinen Knarsch unter dem Weihnachtsbaum gibt und das alle des Fest auch wirklich genießen können?
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